Mittwoch, 20. März 2019

Antidiabetika oral

April 26, 2009 von  
Kategorie: Sonstiges

Sitagliptin, Leitsubstanz der neuen Antidiabetika-Klasse der Dipeptidyl-Peptidase-4-Inhibitoren

Sitagliptin, Leitsubstanz der neuen Antidiabetika-Klasse der Dipeptidyl-Peptidase-4-Inhibitoren

Inkretine, Inkretin-Mimetika: das Enterohormon GLP-1 Glucagon-like Peptide-1 regt die Insulin Inkretion an. Zum weiteren hat es einen Einfluss auf die Dauer der Magenentleerung. Diese wird verlangsamt und somit das Hungergefühl vermindert. Dadurch kommt es nicht wie bei anderen oralen Antidiabetika zu einer starken Gewichtszunahme. Exenatid wirkt wie das Inkretin GLP-1 aus dem Darm und verstärkt somit die glukoseabhängige Insulinfreisetzung (Glucagon wird gehemmt). Durch die verzögerte Magenentleerung setzt natürlich auch eine Verzögerung der Resorption anderer Arzneimittel ein. Bei gleichzeitiger Einnahme von Gliniden musste die Dosis der Sulfonylharnstoffe herabgesetzt werden.
Sitagliptin und Vildagliptin haben nicht den Effekt einer verzögerten Magenenlleerung und sind deshalb zu bevorzugen. Ihr Wirkmechanismus beruht auf einer Hemmung der Di-peptidyl- Peptidase 4. Es kommt zu einer Hemmung des Abbaus von GLP-1 und GIP.

Glitazone: Rosiglitazon und Pioglitazon sind Thiazoidindion-derivate und wirken am PPAR-Rezeptor. Es kommt durch eine vermehrte Ausbildung von Insulinrezeptoren zu einer Zunahme der Insulinempfindlichkeit und zur Senkung desHbA1c-Wertes. Allerdings ist die Wirkung nicht besonders spezifisch, da es den Rezeptor an vielen Zellen gibt. Die Nebenwirkungen sind eine Gewichtszunahme, sowie die kardiotoxische Wirkung.

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