Montag, 27. Mai 2019

Psychosen – soziales Umfeld hat großen Einfluss

Juli 11, 2008 von  
Kategorie: Sonstiges

Laut aktuellen Studien des Parnassia Psychatric Institute in Den Haag besteht ein Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Psychosen und den Bedingungen des sozialen Umfeldes. Die Häufigkeit derartiger Erkrankungen hat in den letzten Jahren bei Migranten enorm zugenommen, wobei hier der Faktor Umfeld eine entscheidende Rolle spielen soll. Vor allem unter ethnischen Minderheiten bestehe ein entsprechendes Risiko, an einer Psychose zu erkranken. Bei einer zwischen 1997 und 2005 durchgeführten Studie analysierten die holländischen Wissenschaftler die Häufigkeit des Auftretens derartiger psychischer Störungen. Von den 427087 gezählten Einwohnern Den Haags zeigte sich bei 466 befragten Personen ein Verdacht auf eine Psychose. Dabei stellten die Forscher fest, dass 240 der Betroffenen Migranten waren, bei rund 34,5% an Einwohnern mit Migrationshintergrund eine hohe Zahl. Die Wissenschaftler schlossen in ihrer Analyse allgemeine Einflussfaktoren wie Geschlecht oder das jeweilige Alter aus und fanden damit heraus, dass Migranten mit einer deutlich höheren Wahrscheinlichkeit an einer Psychose erkrankten als Einheimische. Als Ursache dafür wird der oftmals mangelhaft ausgeprägt soziale Kontakt immigrierter Personen vermutet. So geht man davon aus, dass diese Menschen unter der zunehmenden Einsamkeit leiden könnten und damit anfälliger für das Auftreten von Psychosen seien. Das soziale Umfeld sollte daher in der Ursachenanalyse psychisch bedingter Erkrankungen nicht vergessen werden.

Webseite:

http://www.onmeda.de/aktuelles/news/index.html?id=2618

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