Donnerstag, 20. Juni 2019

Gebärmutterhalskrebs – neue Erkenntnisse in der Behandlungsweise

Juli 3, 2008 von  
Kategorie: Sonstiges

Gebärmutterhalskrebs bedarf in der Regel einer operativen Entfernung der von den bösartigen Wucherungen betroffenen Stellen der Körpers. Nach den momentanen Leitlinien ist es dabei üblich, neben dem Primärherd auch sämtliche Lymphknoten des Beckenraums zu entfernen. Ein Forscherteam der Charite Berlin stellte nun jedoch fest, dass dies nicht unbedingt nötig sei, um eine Chance auf Heilung zu gewähren. Dazu analysierten die Wissenschaftler die Ergebnisse von rund 590 Operationen, die im Sinne einer Entfernung von Gebärmutterhalskrebs standen und insgesamt an 18 Kliniken durchgeführt wurden. Daten von 1998 bis 2006 wurden hier erfasst. Dabei fanden sie heraus, dass nicht unmittelbar die Indikation zur Entfernung der gesamten Beckenraum- Lymphknoten besteht, wenn die Größe des Tumors eine gewisse Größe nicht übersteigt. Nötig sei ein derartiges Vorgehen lediglich, wenn auch die Wächterlymphknoten betroffen sind. Dies bezeichnet Lymphknoten mit der höchsten Wahrscheinlichkeit, ebenfalls von Tumorzellen geschädigt zu sein, da sie sich in der unmittelbaren Umgebung des Primärherdes befinden. Den Wissenschaftlern gelang es, eine Methode zur Feststellung der entsprechenden Wächterlymphknoten zu finden, die es erlaubt, diese sicher und einfach ausfindig zu machen. Diese benutzte einen spezifischen Farbstoff und ein radioaktiv gekennzeichnetes Eiweiß, die beide in den Gebärmuterhals gespritzt wurden und so Aussagen bezüglich des Lymphflusses möglich machten.

Webseite:

http://www.onmeda.de/aktuelles/news/index.html?id=2860

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