Schilddrüsen- Überfunktion – welche Ursachen liegen vor?
Ist die Funktion der Schilddrüse gestört, ist auch die entsprechende Hormonproduktion verändert. Bei einer Überfunktion der Schilddrüse, der so genannten Hyperthyreose, findet man eine stark erhöhte Anzahl an Schilddrüsenhormonen vor, die auf Herz- und Kreislaufsystem ebenso wirken wie auf den allgemeinen Stoffwechsel. Als Auslöser einer Schilddrüsenüberfunktion sind viele bekannt. Dazu zählt auch Morbus Basedow, eine Autoimmunerkrankung gegen das Gewebe der Schilddrüse. Diese Bezeichnung bedeutet, dass der Körper gegen eigene Organe und Organanteile arbeitet. Dabei soll er besonders die Regulation der Hormonproduktion stören, da vom Körper Stoffe gebildet werden, die zu einer Stimulation der Schilddrüse führen, ähnlich wie es auch Substanzen übergeordneter Zentren des Gehirns tun. Die Erkrankung zeigt deutliche Symptome: der Augapfel tritt stark hervor (Exophtalmus), die Herzfrequenz ist enorm gesteigert (Tachykardie) und die Schilddrüse vergrößert (Struma). Die Kombination dieser Merkmale bezeichnet man auch als Merseburger Trias, die typisch für die Erkrankung an Morbus Basedow ist. Warum es zu einer derartigen Autoimmunerkrankung kommt, ist noch unklar. Man vermutet genetische Veränderungen, aber auch Viren, die bei einer Infektion Morbus Basedow auslösen könnten. Das Organ wird zunehmend unabhängig und bildet unkontrolliert Hormone, deren Wirkung in erhöhter Menge schädlich für den Körper ist.
Webseite:
http://www.onmeda.de/krankheiten/schilddruesen_ueberfunktion.html?p=4