Eiweißwerte – Rückschluss auf Krankheiten möglich
Eiweißwerte geben wichtige Informationen über den Gesundheitszustand des Körpers. Aufgrund neuester Studien wird ihnen immer mehr Beachtung geschenkt, da man davon ausgeht, dass mit Hilfe einer Eiweißanalyse Aussagen über mögliche Erkrankungen machbar sind. Nachzuweisen sind Eiweiße zum Beispiel im Blut, aber auch anderen Körperflüssigkeiten wie Liquor (Rückenmarksflüssigkeit) oder Urin. Zur Untersuchung eigenen sich vor allem Urinproben, da hier eine lange Stabilität der Eiweiße gewährleistet wird und Verfälschungen verhindert werden. Ein Hinweis auf krankhafte Veränderungen können dabei Konzentrationsabweichungen der Eiweiße geben, zusätzlich auch ein Mangel an einem bestimmten Protein oder das Auftreten von Stoffen, die für bestimmte Erkrankungen typisch sind. Somit sind mögliche Rückschlüsse zu ziehen und beispielsweise Nierenerkrankungen, Diabetes oder auch Prostatakrebs diagnostizierbar. Gerade das frühzeitige Erkennen eines Prostatakarzinoms soll in den nächsten Jahren mit Hilfe der Eiweißanalyse verbessert und ausgebaut werden. Die bisher übliche Diagnostizierung über Gewebeentnahmen sei nämlich nicht in allen Fällen wirklich eine sichere Methode zur Früherkennung der Krebserkrankung. Ein Übersehen soll mittels Eiweißuntersuchungen in Urinproben verhindert werden. Erste Forschungsergebnisse zeigten, dass die Methode Hoffnung gibt, dieses Ziel zu erreichen. Zudem gewinnt die Eiweißanalyse auch im Bereich der Therapie von Krankheiten zunehmend an Bedeutung, da sie Rückschlüsse auf das Ansprechen von bestimmten Medikamentenbehandlungen zulässt.
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http://www.netdoktor.de/feature/proteomik-diagnostik.htm