Hausgeburt empfehlenswert?
Die Anzahl an Hausgeburten steigt wieder. Eine Entbindung in den eigenen vier Wänden wird jedoch immer wieder kontrovers beurteilt. Die Entscheidung der Frauen basiert meist auf dem Wunsch nach einer vertrauten Umgebung, in der sie ihr Kind zur Welt bringen wollen. Auch schlechte Erfahrungen, die Schwangere eventuell im Voraus mit der Atmosphäre im Krankenhaus gemacht haben, lässt einige Frauen zu einer Hausgeburt tendieren. Zudem sind Empfehlungen von Bekannten oder Freundinnen mögliche Ursachen für eine gewünschte Geburt im eigenen Reich. Aber nicht bei jeder Schwangerschaft ist dies ohne vorhandene Risiken zu betrachten. Gerade Müttern, die mit Komplikationen in der Schwangerschaft konfrontiert waren oder an bestimmten Erkrankungen wie Diabetes mellitus und Störungen des Blutgerinnungssystems leiden, wird von einer Hausgeburt abgeraten. Auch bei Erkrankungen des Embryos oder Mehrlingsschwangerschaften sollte die Entbindung nicht zu Hause erfolgen. Komplikationen sind jedoch nie auszuschließen, denn Risiken bestehen bei jeder Geburt. Eine gut ausgebildete Hebamme ist jedoch durchaus in der Lage, bei auftretenden Schwierigkeiten die Zeit bis zur Krankenhausverlegung zu verzögern und Mutter und Kind vor Folgeschäden zu schützen. Aber manchmal sind bereits Sekunden entscheidend und selbst die Hebamme ist durch die reduzierten Möglichkeiten einer medizinischen Versorgung machtlos. Diese Fälle gelten jedoch eher als Seltenheit.
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