Freitag, 10. Februar 2012

Späte Schwangerschaft – welche Risiken bestehen

April 25, 2008 von Medizin  
Kategorie: Aktuelles

Ab dem 35. Lebensjahr sind Schwangerschaften mit vermehrten Risiken für Mutter und Kind verbunden. Genetische Veränderungen, etwa eine Chromosomenanomlie wie Trisomie 21, treten bei erhöhtem Alter der Schwangeren durchschnittlich viel öfter auf. Bei dieser Erkrankung ist die Zahl der Chromosomen durch dreifaches Auftreten (normal sind jeweils zwei) des 21. Chromosoms verändert. Betroffene Kinder zeigen geistige Einschränkungen, körperliche Fehlbildungen und zum Teil Herzfehler. Daher empfehlen Frauenärzte besonders älteren Schwangeren eine mögliche Untersuchung im Rahmen der pränatalen Diagnostik, die Aufklärung geben kann. Aber nicht nur genetisch findet man bei den so genannten Risikoschwangerschaften eine erhöhte Zahl von Anomalien. Auch die Gefahr einer Fehlgeburt ist bei sehr späten Schwangerschaften enorm hoch und beträgt etwa das Doppelte verglichen mit 30-jährigen Frauen. Zudem sind ältere Frauen nicht selten von erhöhten Blutdruckwerten betroffen. Diese stellen jedoch eine enorme Gefahr für das Kind dar, weil die ausreichende Blutversorgung über den Mutterkuchen nicht gegeben sein kann und daher eine Mangelernährung des Embryos möglich ist. Auch das Auftreten von Schwangerschaftsdiabetes erfolgt gehäuft bei älteren Frauen. Dieser muss behandelt werden, um Folgeschäden für Mutter und Kind zu verhindern. Allerdings wird älteren Frauen auch ein bewussterer Umgang mit einer Schwangerschaft nachgesagt, sie sind meist aktiver, ernähren sich gesünder und verhalten sich vorsichtiger.

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