Jugendliche müssen zu früh aufstehen
Dass in der Pubertät vieles anders läuft als normal, das ist wohl jedem bekannt. Schlafforscher fanden nun heraus, dass auch die innere Uhr davon betroffen ist. Diese sei bei Jugendlichen in Richtung späterer Schlafzeiten verschoben, was möglicherweise durch die Veränderung des Hormonhaushaltes und der zeitlich späteren Ausschüttung von Melatonin verursacht wird. Das entscheiden Problem sei dabei Deutschlands früher Schulbeginn. Die Schule beginnt spätestens um 8Uhr, doch dies wirkt sich durch die genannten Bedingungen nachteilig auf die Leistungsfähigkeit der Teenager aus. Jugendliche bekommen demnach zu wenig Schlaf, auch ein früherer Schlafbeginn könne daran nichts ändern, denn die innere Uhr lasse sich nicht so einfach beeinflussen. Der eigentliche Schlafbedarf von durchschnittlich 8-9 Stunden wird von den wenigsten Schülern erfüllt, Schlafmangel führt jedoch zu körperlicher Belastungseinschränkung und Verhaltensänderungen wie Unausgeglichenheit, und Nervosität, auch die Lernfähigkeit ist betroffen. Wer zu wenig Schlaf bekommt, der kann am Tag nicht mehr 100%ige Leistung erbringen. Denn während wir schlafen, kann der Körper entspannen und wieder regeneriert werden. Bei Jugendlichen verursacht der veränderte Rhythmus ein späteres Auftreten der wichtigen Tiefschlafphasen, die für die Erholung des gesamten Körpergleichgewichts jedoch am wichtigsten sind. Deshalb wird eine allgemeine Anpassung des Schulbeginns gefordert, da dies die Leistung der Schüler maßgeblich verbessern könnte.
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