Magersucht – Altersgrenze immer mehr nach unten verschoben
Um ihr Idealgewicht zu erreichen, beginnen junge Mädchen heutzutage immer früher mit extremen Maßnahmen. Übermäßiges Sport treiben, ein strikter Diätplan und sogar Medikamenteinnahme – all dies zielt auf das Erreichen von Modelmaßen. Was zunächst ganz harmlos beginnen kann, endet oftmals mit einem völlig gestörten Verhältnis der Betroffenen zu ihrem Körper. Immer mehr junge Mädchen und Frauen leiden an Essstörungen. Magersucht, auch Anorexia nervosa genannt, wird jedoch häufig noch zu leichtfertig hingenommen, doch die Krankheit kann tödlich verlaufen. Hungern wird zur Sucht, Essen zur Qual und zum Lebensinhalt, denn alles dreht sich nur noch um Kalorien und der Angst vor Gewichtszunahme. Die Gründe für eine Erkrankung an Magersucht sind dabei sehr vielschichtig: gesellschaftlich- kulturelle, genetische oder ganz individuelle Aspekte können Magersucht verursachen. Der Schlankheitstrend, der in sämtlichen Medien publiziert wird, liefert für viele Mädchen die Grundlage des Wunsches nach einer extrem schlanken Figur. Nicht nur Models, die lediglich noch Haut und Knochen sind, tragen dazu bei. Gesund und fit sein durch Lightprodukte und fettreduzierte Nahrung wird auch durch die Konsumgesselschaft vermittelt. Magersüchtige haben zudem meist ganz persönliche Probleme mit der eigenen Identifikation. Ein mangelndes Selbstbewusstsein, Überforderung, Streben nach Anerkennung – Probleme dieser Art glauben junge Mädchen mit einer perfekten Figur lösen zu können.
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