Schlaganfall – Risiko bei zu wenig Vitamin B12 erhöht
Der Körper ist an die regelmäßige Zufuhr von Vitaminen gebunden, um seine Funktionstätigkeit aufrechtzuerhalten. Nicht von jedem wird der nötige Tagesbedarf der essenziellen Substanzen, die für die verschiedensten Mechanismen des Organismus gebraucht werden, tatsächlich gedeckt. Mangelzustände sind ein relativ häufiges Problem, von dem auch Deutschland nicht verschont wird. Jetzt wurde ein Defizit an Vitamin B12 mit einem erhöhten Risiko für einen Schlaganfall sowie für so genannte transitorische ischämische Attacken, kurz TIA, in Verbindung gebracht. Dies gilt vor allem dann, wenn die Versorgung mit Folsäure ebenfalls mangelhaft ausfällt. Forscher des Instituts für Ernährung in Potsdam fanden dies in einer Studie an 779 Probanden fest. Die Personen wiesen dabei keine Vorerkrankungen bezüglich Gefäß- oder Herzfunktionsveränderungen auf. Untersucht wurde über einen Zeitraum von sechs Jahren der Zusammenhang, der zwischen der Versorgung mit Vitamin B- Abkömmlingen und der Wahrscheinlichkeit für ischämiebedingte Hirnstörungen besteht. 188 Fälle von TIAs und Schlaganfällen konnten festgestellt werden. Dabei erkannten die Forscher, dass bei einer Konzentration von weniger als 252 pmol an Vitamin B12 und 17, 9 mmol/l an Folsäure ein deutlich höheres Risiko für die Patienten bestand, einen Schlaganfall oder eine TIA zu erleiden. Eine ausreichende Versorgung mit den genannten Vitaminen scheint demnach eine wesentliche Vorbeugungsmaßnahme bezüglich Hirnschädigungen zu sein.
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