Donnerstag, 17. August 2017

Herzinfarkt – Diagnose und Therapie

Mai 1, 2009 von  
Kategorie: Aktuelles, Herz und Kreislauf

Herzinfarkt durch arterielkle Thromben

Herzinfarkt durch arterielkle Thromben

Ein Herzinfarkt ist der Untergang des Muskelgewebes des Herzens durch mangelnde Durchblutung.
Symptome sind ein vernichtendes Schmerzgefühl, sowie Blutdruckabfall, Fieber und ein Anstieg der Blutglukose, welcher bei der Diagnostik eine wichtige Rolle spielt.
Die Ursache des Herzinfarktes ist ein Verschluss der Koronararterien durch einen Thrombus, woraus sich auch noch sekundär Komplikationen ergeben können wie zum Beispiel:
Herzmuskelversagen, Aneurismen der Herzwand, ventrikuläre Arrhythmien, sowie eine Ruptur des Herzens, welche immer tödlich endet. Ein weiteres Risiko besteht darin, dass die Thromben weggeschwemmt werden, zum Beispiel ins Gehirn (Schlaganfall) oder in die Niere.

Die Diagnose lautet auf Herzinfarkt, wenn eine ST Hebung in die KG zu sehen ist, oder sich enzyme im Blut befinden, die eigentlich nur im Herzen zu finden sind.

Die Therapie bei einem Herzinfarkt ist vielfältig:
– intravenöse Gabe von Acetylsalicylsäure
– Opioide Analgetika
– Diazepam
– ß-Blocker
– Glyceroltrinitrat
– bei Tachykardien gibt man Antiarrhythmika
– zur Wiederherstellung der Durchblutung: Fibrinolytika wie z.B. Streptokinase, Alteplase oder Reteplase. Die Gabe von Fibrinolytika ist nur sinnvoll, wenn Herzinfarkt höchstens 4-8 h her ist.

Zur Prophylaxe für Reinfarkte:
ASS, Cumarine, ACEHemmer, ß-Blocker, Calciumantagonisten, Diuretika

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