Herzinsuffizienz – Therapie abhängig von Schweregrad
Mai 1, 2009 von flo
Kategorie: Herz und Kreislauf
Die Therapie der Herzinsuffizienz ist stark abhängig von dem Schweregrad der Erkrankung. Diese wird durch die New York Heart Association festgelegt und unterteilt sich in vier Klassen der Schweregrade.
Therapie der Klasse I: Patient hat keine Symptome, Herzinsuffizienz oder durch Zufall bei einer Diagnose festgestellt
Mittel der Wahl sind hier ACEHemmer, und bei Nebenwirkungen von ACE-Hemmern können AT1-Blocker verabreicht werden. ß-Blocker sind indiziert er eine Hypertonie oder bereits einen Herzinfarkt vorlag. Theoretiker in Klasse eins nur bei Hypertonie oder vorhandenen Ödemen. Digitales ebenfalls nur bei Vorhofflimmern. Hierbei ist anzumerken das DigitalisGlykoside niemals bei Kammerflimmern angewendet werden darf, da dies den Tod zur Folge hat.
Therapie der Klasse II: Zusätzlich zu ACE-Hemmern können ß-Blocker und Diuretika genommen werden und bei Hypokaliämie zusätzlich Aldosteronantagonisten (Spiro). Digitalis-Glykoside nur bei Vorhofflimmern.
Die Regie der Klasse III und der Klasse IV:
Gegeben werden können alle Medikamente gegen Herzinsuffizienz, ACEHemmer, AT1-Blocker, ß-Blocker, Diuretika, Aldosteronantagonisten sowie Digitalis-Glykoside.
Bei akuter Herzinsuffizienz mit Asthma kardiale wird Glyceryltrinitrat gegeben.
Ansonsten Phosphodiesterase – III – hemmer (Milrinon Amrinon, Enoximon). Die Phosphodiesterase baut zyklische Phosphodiester in der Zelle ab. Es kommt zum Anstieg des c-AMP – spiegelt und somit zur Relaxation glatter Muskeln (Gefäße), sowie zur Kontraktion der Herzmuskels. Phosphodiesterase – III – hemmer wirken also positiv ionotrop und leider auch positiv chronotrop.
Im Notfall gibt man Dobutamin intravenös. Dobutamin wirkt als Antagonist an ß1-Rezeptoren und wirkt hier positiv ionotrop und einen ß2-Rezeptoren und wirkt hier als Vasodilatator an glatten Muskelzellen.
