Insulinarten – Insulinherstellung
Insulin kann so gentechnisch verändert werden, dass es sehr schnell oder sehr lang anhaltend wirkt.
Schnell wirksame Insuline: Gibt man Normalinsulin-Lösung, so liegen die Insulinmoleküle als Hexamere vor, die erst in die Blutbahn gelangen, nachdem sie in Monomere zerfallen sind. Nun kann man zwei Aminosäuren im Insulin vertauschen, so dass das Insulin hauptsächlich in Monomeren vorliegt. Dies ist der Fall beim Insulin lispro, Insulin aspart und Insulin glulisin. Die schnell wirksamen Insuline haben einen schnelleren Wirkungseintritt wurden nur von kurzer Dauer, ihr Vorteil besteht darin das sie unmittelbar vor der Mahlzeit injiziert werden können und keinen Abstand zwischen dem Spritzen und dem Essen von circa 15-30 min mehr notwendig ist.
Langanhaltende Insuline:
Langanhaltende Insuline wirken bis zu 24 h in dem eine Änderung der Aminosäuren wie zum Beispiel im Insulin glargin vorgenommen wird. Injiziert wird es bei einem pH-Wert von 4, und da der pH-Wert im Gewebe höher ist und das Insulin somit schlecht wasserlöslich, fällt es aus. Es liegt nun als Depot vor und muss erst gelöst werden und in die Blutbahn diffundieren
Beim Insulin detemir wird ein Fettsäurerest am C14-Atom angehängt, welches wiederum die Freisetzung verzögert, und somit die Wirkung verlängert. Insulin detemir muss ein bis zweimal täglich angewendet werden.
