Folsäuremangel – Makrozytäre hyperchrome Anämie
Durch einen Folsäuremangel hervorgerufene Anämie. Der Bedarf an Folsäure beträgt pro Tag 100 µg, wobei während der Schwangerschaft oder bei vorliegen einer Anämie ein erhöhter Bedarf erforderlich ist. Folsäure liegt in der Nahrung als Polyglutamin vor, und wird im Darm in Mono Glutamin Folsäure gespalten.
Die Folsäuresubstitution erfolgt oral und dient der Prophylaxe von Neuralrohrdefekten. Hier ist eine Dosierung von 0,4-1 g ausreichend. Zur Therapie des mangels an Folsäure werden Milligramm benötigt. Die Gabe von Folsäure kann einen Vitamin B. 12 Mangel verschleiern, wobei Neurodegeneration trotz fehlender Anämie unbemerkt bleiben, da keine Symptome bei häufiger Gabe von Folsäure auftreten.
Hämolytische Anämien können auch durch infektiöse Erreger, wie z.B. Malaria-Viren oder Ebola-Viren ausgelöst werden, oder auch autoimmun durch eine übermäßige Aktivierung des Komplementsystems. Eine Therapie hierzu ist die Gabe einer Infusion mit Eculizumab alle 14 Tage. Eculizumab ist ein C5-Antikörper.