Folsäurestoffwechsel Inhibitoren
Zu den Folsäurestoffwechsel Inhibitoren zählen die Sulfonamide. die Vorläufer der Sulfonamide waren bakterizide Farbstoffe. das erste Präparat, das auf dem Markt erhältlich war, war Prontosil. Seitdem wurden etwa 50.000 Variationen davon synthetisiert und getestet. Heute ist in Deutschland allerdings nur ein Präparat zugelassen, weil alle ähnlich aufgebaut sind und wirken.
Der Wirkmechanismus beruht auf einer Ähnlichkeit des Sulfanilamidsmit der V4-Aminobenzoesäure. Diese Analoga hemmen kompetitiv die Dihydrofolsäure-Synthese, ohne jedoch selbst umgesetzt zu werden. Für den Menschen ist Folsäure essenziell, die Bakterien produzieren diese jedoch selbst. Dies ist ein guter Angriffspunkt, da er sehr spezifisch ist. Die Sulfonamide Antibiotika wirken bakteriostatisch und werden bei Harnwegsinfektionen und gegen manche Pneumonia Erreger eingesetzt.
Sulfamethoxazol wird in Deutschland in Kombination mit Trimethoprimals einziges Sulfonamide eingesetzt.
Sulfamethoxazol
Identifikation: Schmelzpunkt, Infrarot, Dünnschichtchromatographie, Reaktion auf primäre aromatische Amine (Azofarbstoffildung)
Reinheit: Test auf Schwermetalle, Trocknungsverlust, Sulfatasche, Lösung gefärbt oder getrübt
Gehalt: Diazotitration mit 0,1M NaNO2, Endpunkt potentiometrisch
Trimethoprim:
- hemmt die Dihydrofolsäure-Reduktase. Leider ist in dieser auch beim Menschen vorhanden, die Selektivität ist trotzdem gewährleistet, da die Affinität zu der Dihydrofolsäure-Reduktase 1000-10.000 mal höher ist als die von Menschen-Dihydrofolsäurereduktase. quantitative Bestimmung durch HPLC.