AIDS/HIV
AIDS ist die Bezeichnung für das „Aquired-Immunodeficiency-Syndrome“. Dies ist eine Infektionskrankheit, die durch das Humane Immundefizienz Virus (HIV) ausgelöst wird. Die Übertragung des Erregers erfolgt entweder auf sexuellem Wege beim Geschlechtsverkehr oder durch den Austausch von Blut, z. B. bei Bluttransfusionen oder durch den Gebrauch von verunreinigten Spritzen.
Ist das HI-Virus, das zur Klasse der Retroviren zählt, erst einmal in den Organismus eingedrungen, so zerstört es gezielt die für die Immunabwehr verantwortlichen Zellen. Dadurch kommt es in Folge zu einem Zusammenbrauch des Immunsystems, wodurch dem Einzug weiterer pathogener Keime, vor allem Hefepilzen und Bakterien, keine Grenzen mehr gesetzt sind. Diese Erreger sind es dann letztlich auch, die lebensbedrohliche Infektionen auslösen, an denen der Patient dann verstirbt.
Die Erkrankung kann in mehrere Phasen eingeteilt werden. In der Akutphase, etwa eine bis vier Wochen nach der Infektion, können grippeähnliche Symptome auftreten, die dann aber nach kurzer Zeit wieder verschwinden. Jetzt tritt für bis zu elf Jahren die Latenzphase ein. In dieser Zeit breitet sich das Virus langsam im Organismus auf und liefert sich einen heftigen Kampf mit dem zellulären Abwehrsystem, das dieses schlussendlich verliert. Erste Anzeichen für diesen verlorenen Kampf sind dann wieder gehäuft auftretende, grippeähnliche Symptome, die dann in der letzten Phase, dem Ausbruch von AIDS, in schwere Infektionen übergehen. Lungenentzündungen, Tuberkulose und ausgeprägte Mykosen sind in diesem Stadium charakteristisch für den Krankheitsverlauf.
Die Krankheit ist bis jetzt nicht heilbar. Weltweit wird an der Entwicklung von Impfstoffen gearbeitet, die aber bisher keinen nennenswerten Erfolg bei der Bekämpfung der HI-Viren gezeigt haben. Mit Hilfe einer Reihe von Medikamenten ist es aber möglich, die Ausbreitung der Viren zu verlangsamen oder sogar für einen bestimmten Zeitraum ganz zu unterbinden und dadurch dem Immunsystem Gelegenheit zu geben sich wieder zu erholen.