Wundheilung – sind Pflaster förderlich?
Kleine und große Wunden werden seit jeher mit Pflastern abgedeckt, um die geschädigten Hautpartien zu schützen. Eine Volksweisheit besagt jedoch, dass die Heilung bei Verzicht auf eine entsprechende Hautabdeckung deutlich schneller von statten geht als bei der Verwendung von Pflastern. Die Wahrheit dieses Mythos ist jedoch umstritten. Eine tatsächliche Beschleunigung im Wundheilungsprozess kann in der Regel durch keine entsprechende Maßnahme gewährleistet werden. Weder Pflaster, noch frische Luft fördern also die Heilung verletzter Haut. Diese wird lediglich durch das körpereigene Immunsystem gesichert, das normalerweise für eine schnelle Regeneration sorgt. Kleine Wunden bedingen nicht unmittelbar die Verwendung von Pflastern. Diese können jedoch durch die Abdeckung verletzter Hautstellen äußere Einflüsse abwehren. Damit wird die Haut vor chemischen, mechanischen oder physikalischen Einwirkungen geschützt, sodass körpereigene Abwehrprozesse ohne Störungen ablaufen können. Zudem sind in Wundauflagen meist antibakterielle Substanzen enthalten, die eine Wundinfektion verhindern sollen. Bei größeren oder chronisch bestehenden Wunden helfen spezielle Wundverbände sogar bei der Hautregeneration, da sie die Schließung verletzter Stellen begünstigen. Derartige feuchte Abdeckungen sind auch für Wunden geeignet, die äußerst schlecht abheilen. Um einen raschen Heilungsprozess zu gewährleisten, ist in jedem Fall die Gesundheit des körpereigenen Abwehrsystems Grundvoraussetzung. Vorbeugend sollte man sich gegen den so genannten Wundstarrkrampf, Tetanus, impfen lassen.
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