Herzinfarkt – Risiko durch Marathon nicht vermindert
Eine Studie des Westdeutschen Herzzentrums in Essen ergab, dass das Risiko eines Herzinfarktes durch Marathonlaufen nicht beeinflusst wird. Wissenschaftler untersuchten 110 männliche Marathonläufer über 50 Jahre, die regelmäßig an Wettkämpfen teilgenommen hatten. Keine Versuchsperson zeigte im Vorfeld eine Herzerkrankung oder Störung des Blutzuckerspiegels. In der Studie wurden Lebens- und Essgewohnheiten analysiert sowie EKGs, Ultraschalluntersuchungen und Herz- CTs durchgeführt. Die teilnehmenden Forscher fanden heraus, dass jahrelanges Training sowohl die Blutdruck-, als auch Cholesterinwerte enorm verbesserte. Diese Risikofaktoren von Herz- Kreislauf- oder Gefäßveränderungen können also entscheidend positiv durch Marathonlaufen beeinflusst werden. In keinen Zusammenhang gebracht werden konnte hingegen das Marathontraining mit der Risikoverminderung von Herzinfarkten, die im Endstadium von Herz- Gefäß- Verengungen auftreten können. Männer gleichen Alters mit etwa ähnlichen Wahrscheinlichkeiten für das Auftreten von Herz- Kreislauf- Erkrankungen, aber ohne regelmäßiges Marathon- Training, zeigten sogar weniger häufig eine als Koronarsklerose bezeichnete Herkranzgefäß- Veränderung. Die Forscher vermuten, dass die bei Marathonläufern typische Herzmuskelmasse- Zunahme ein Grund für das gleich bleibende Risiko für einen Herzinfarkt ist. Ein genauer Zusammenhang konnte jedoch noch nicht festgestellt werden. Regelmäßiges Lauftraining sei aber in jedem Fall empfehlenswert, da es sich äußerst positiv auf die Gesundheit des Organismus auswirken kann. Auch eine Verbesserung der Lebensqualität sei bei Marathonläufern zu verzeichnen.
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