Diabetes – Risiko durch Transfettsäuren besteht nicht
So genannte Transfettsäuren sollen schädliche Wirkungen auf den Organismus haben und unter anderem Auslöser für verschiedene koronare Herzerkrankungen sein, da sie die dafür typischen Plaquebildungen begünstigen. Einer Studie von Wissenschaftlern des französischen Nationalinstituts für Landesforschung zufolge können diese Stoffe hingegen nicht mit einem erhöhten Risiko, an Diabetes mellitus zu erkranken, in Verbindung gebracht werden. Die Forscher analysierten den Effekt der Transfettsäuren in Tierversuchen an Ratten. Über einen Zeitraum von acht Wochen erhielten die Versuchstiere Nahrung, die entweder mit industriellen oder natürlichen Transfettsäuren angereichert war viele der gesunden ungesättigten Fettsäuren enthielt. Hierbei konnte festgestellt werden, dass keine der Ernährungsweisen Einfluss auf den Anstieg des Blutzuckers oder die Ausschüttung des blutzuckersenkenden Hormons Insulin nahm. Eine so genannte Insulinsensitivität stellt in der Regel die Vorstufe der Diabeteserkrankung dar und zeigt charakteristischerweise eine verzögerte oder verminderte Ausschüttung von Insulin nach Anstieg des Blutzuckerspiegels. Laut Ergebnissen der Studie könne eine derartige Insulinsensitivität jedoch nicht beim übermäßigen Verzehr von Fettsäuren zu Stande kommen. Andere Untersuchungen haben die Substanzen hingegen mit einem erhöhten Risiko für Diabetes in Verbindung gebracht. Auch wenn diese Erkenntnis nicht bestätigt wurde, so ist dennoch unumstritten, dass sich Transfettsäuren negativ auf den Organismus auswirken können. Unter anderem können sie die Blutgefäße schädigen.
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