Bluthochdruck – Behandlung mit Roter Bete?
Laut Ergebnissen einer britischen Studie könne die Wirkung von Roter Bete mit der von blutdrucksenkenden Medikamenten verglichen werden. Demnach soll bereits ein halber Liter des Saftes den gleichen Effekt auf einen erhöhten Blutdruck nehmen wie entsprechende Arzneimittel. Dieses Volumen verabreichten die Wissenschaftler verschiedenen Untersuchungspersonen ohne Störungen der Blutdruckregulation. Nach drei Stunden wurde der Blutdruck der Probanden gemessen, mit dem Ergebnis einer Verringerung des systolischen Blutdrucks um 10,4mmHg und des diastolischen um 8mmHg. Die Forscher gehen davon aus, dass die in Roter Bete enthaltenen Nitrate für die blutdrucksenkende Wirkung verantwortlich sind. Im Organismus werden diese Substanzen in Nitrit umgewandelt und dienen damit als Stickoxid- Lieferanten. Der Umformungsprozess der Nitrate findet bereits im Speichel durch die darin vorkommenden Bakterien statt. Nach Passage durch die Speiseröhre gelangen sie schließlich in den Magen, in dem weitere Verarbeitungsvorgänge ablaufen oder eine Aufnahme in den Blutkreislauf erfolgt. Stickoxide haben eine weitende Wirkung auf Blutgefäße, wodurch sie letztendlich auch den Blutdruck senken. Die gewonnenen Erkenntnisse der britischen Forscher könnten klare Verbesserungen für Bluthochdruck- Patienten bringen. Diese könnten durch den Verzehr von Roter Bete und ähnlichen Nahrungsmitteln ganz ohne Medikamente ihren Blutdruck positiv beeinflussen. Als völliger Ersatz für eine ausgewogene Ernährung und entsprechende Arzneimittel ist der Saft hingegen nicht geeignet.
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