Sonntag, 27. Mai 2018

Herpes – warum die Erreger jahrelang ohne Folgen überleben können

Juli 3, 2008 von  
Kategorie: Sonstiges

Der typische Verlauf von Herpeserkrankungen stellt in der medizinischen Forschung immer noch ein großes Rätsel dar. Charakteristisch für die Krankheitserreger, die so genannten Herpes simplex Viren, ist nämlich, dass sie oftmals lange Zeit im Körper vorhanden sein können, ohne jemals eine Infektion auszulösen. So kann es manchmal erst sehr spät zum Ausbruch kommen, obwohl die Viren schon Jahre im Organismus vorliegen. Schädigen lassen sich die Erreger in diesem Zustand bislang ebenfalls nicht. US- amerikanische Wissenschaftler erhielten anhand von Untersuchungsreihen nun jedoch hilfreiche Ergebnisse, die auf die Entwicklung eines Mittels gegen die noch inaktiven Viren hoffen lassen. Sie stellten nämlich fest, dass die Erreger bestimmte genetische Erbinformationen, microRNAs, enthalten. Bereits in früheren Tests fand man heraus, dass spezifische Erbgut- Anteile für das typische Verhalten der Viren zuständig ist. Die Ergebnisse der Wissenschaftler zeigten jetzt einen möglichen Zusammenhang zwischen den genetischen Informationen und der langen Überlebenszeit der Erreger ohne Infektionsausbruch. Demnach sollen die microRNAs dafür sorgen, dass spezifische Eiweiße im Körper nicht gebildet werden können, sodass die Viren nicht in der Lage sind, den Organismus anzugreifen. Bei Stress oder ähnlichen Bedingungen reicht die Zahl der microRNAs jedoch nicht aus, um eine Infektion zu verhindern, sodass es dann auch tatsächlich zum Ausbruch kommen kann.

Webseite:

http://www.gesundheitpro.de/Viren-Forschung-Ganz-schoen-aufgeweckt-Infektionskra

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