Samstag, 11. Februar 2012

Essstörungen – Unfruchtbarkeit kann Folge sein

Juli 3, 2008 von Kristina  
Kategorie: Sonstiges

Essstörungen können schwerwiegende Folgeschäden nach sich ziehen. Kürzlich gab der Berufsverband der Frauenärzte e. V. an, dass die Gefahr einer dauerhaften Unfruchtbarkeit bestehe, wenn es aufgrund von Störungen im Ernährungsverhalten wie etwa bei Bulimie oder Magersucht zu extremen Gewichtsabnahmen kommt. Gekennzeichnet sind derartige Erkrankungen von einem starken Verlust an Körpergewicht, der vor allem den Fettgewebsanteil betrifft. Damit wird der Organismus extremen Notsituationen ausgesetzt, da er dauerhaft unterernährt wird und nicht mehr genügend Nährstoffe zum Aufrechterhalten sämtlicher Funktionsabläufe besitzt. Beeinträchtigt wird dabei unter anderem das Hormonsystem, sodass es bei weiblichen Betroffenen zu enormen Problemen bezüglich der Fruchtbarkeit kommen kann. Hier erfolgt nämlich aufgrund der Mangelversorgung und dem Defizit an Reserven eine verringerte Bildung der weiblichen Geschlechtshormone, der Östrogene. Damit wird eine Situation herbeigerufen, die für die Zeiten der Wechseljahre typisch ist. Demnach treten auch sehr ähnliche Beschwerden auf, beispielsweise kann es zu Knochenschwund kommen, den man auch als Osteoporose bezeichnet. Zudem kann der Menstruationszyklus ausbleiben, der Eisprung tritt nicht mehr auf. Sind sehr junge Mädchen von einer Essstörung betroffen, kann die erste Periode ganz ausbleiben. Der Organismus reagiert also in jedem Fall mit verschiedenen Schutzmechanismen, denn eine Schwangerschaft würde bei extremer Unterernährung eine weitere Belastung darstellen, die er zu vermeiden versucht.

Webseite:

http://www.onmeda.de/aktuelles/news/index.html?id=2854

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