Samstag, 11. Februar 2012

Diabetes insipidus – was ist das?

Juli 3, 2008 von flo  
Kategorie: Sonstiges

Diabetes insipidus stellt eine Erkrankung dar, die aufgrund einer Störung des Wasserhaushaltes von einer übermäßigen Ausscheidung von Urin gekennzeichnet ist. Die großen Mengen an Urin sind überwiegend wasserhaltig und weisen im Verhältnis zum Gesunden eine äußerst geringe Konzentration auf. Durch den enormen Wasserverlust kommt es zu einer zunehmenden Austrocknung des Organismus, die das Durstgefühl steigert. Typischerweise trinken Betroffene bis zu 15 Liter Flüssigkeit täglich. Ausgelöst wird die Erkrankung hauptsächlich durch den Mangel des Körpers an Vasopressin (ADH), einem wichtigen Hormon, das die Wasserresorption in der Niere reguliert. Gebildet wird die Substanz im Zwischenhirn, die so genannte Hirnanhangsdrüse setzt ADH frei. Ein Defekt dieser Organe kann die Ursache des Diabetes insipidus sein, seltener kann jedoch auch eine Störung des ADH- Effektes in der Niere als Auslöser der Erkrankung diagnostiziert werden. In jedem Fall ist die Kontrolle des Wasserhaushaltes durch das Hormon eingeschränkt. ADH sorgt normalerweise je nach Bedarf dafür, dass das von der Niere zunächst in den Primärharn sezernierte Wasser in den Körper zurückgeholt wird und damit nicht verloren geht. Ist dieser Mechanismus defekt, scheidet der Organismus große Mengen Urin, die hauptsächlich wasserhaltig sind, aus und hat damit mit einem zunehmenden Flüssigkeitsverlust zu kämpfen. Die Therapie erfolgt durch den Ersatz des Hormons mit künstlichen Präparaten.

Webseite:

http://www.glandula-online.de/broschueren/brosch/b_di.htm

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