Plasmaspende kann Leben retten
Generell ist die Bereitschaft zur Blut- und Plasmaspende deutschlandweit sehr groß. Doch trotzdem besteht noch immer ein enormer Mangel, vor allem bezüglich nötiger Plasmamengen. Plasma bezeichnet den Anteil des Blutes nach Abtrennung sämtlicher zellulärer Inhaltssubstanzen. 90% sind Wasser, der Rest besteht aus gelösten Molekülen wie beispielsweise Vitaminen, Zucker, Hormonen und Eiweißen. Letztere sind von besonderer Bedeutung, denn die auch als Proteine bezeichneten Substanzen erfüllen im Körper eine Vielzahl von lebenswichtigen Funktionen, sie wirken unter anderem im Transport, aber auch im Abwehr- oder Gerinnungssystem mit, um nur einige der Aufgaben zu nennen. Verschiedene Erkrankungen des Organismus gehen mit einem Mangel an Eiweißen einher. Blutgerinnungsstörungen und eine geschwächte Immunfunktion können die Folge sein. Diese Patienten benötigen einen effektiven Ersatz fehlender Proteine. Aus dem Spenderplasma gewinnt man die nötigen Moleküle, die dann den Betroffenen regelmäßig zugeführt werden müssen, um lebensbedrohliche Zustände zu verhindern. Bislang besteht keine Möglichkeit, Plasma auf künstlichem Wege herzustellen, daher ist man an die regelmäßige Spende von freiwilligen Helfern entscheidend gebunden. Eine Plasmaspende beginnt mit einer der Blutspende vergleichbaren Punktion der Armvene, aus der zunächst Blutflüssigkeit entnommen wird. Anschließend durchfließt das Blut jedoch einen Kreislauf, der zur Trennung von löslichen und festen Bestandteilen dient. Die Blutkörperchen werden dem Spender dann wieder zugeführt.
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http://www.gesundheit.de/medizin/behandeln/plasmaspende/index.html