Blutarmut – welche Ursachen hat die Krankheit?
Unter Anämie versteht man Blutarmut. Verursacht wird die Krankheit durch eine verminderte Zahl von roten Blutkörperchen (Erythrozyten) oder eine verringerte Hämoglobinkonzentration. Hämoglobin ist als roter Blutfarbstoff für den Sauerstofftransport im Blut und damit für die Versorgung aller Organe zuständig. Die Symptome zeigen sich vor allem bei körperlicher Betätigung, weil hier die Funktion der noch vorhandenen Blutkörperchen oder Hämoglobinmoleküle nicht mehr ausreicht, um die Organe ausreichend zu versorgen. Schwächegefühl, Ermüdung und Atemnot treten auf. Außerdem ist in einigen Fällen auch eine Blaufärbung (Blässe) unter anderem der Mundschleimhäute zu beobachten, was auf den verringerten Sauerstoffgehalt deutet. Der Körper reagiert auf diese Veränderungen mit einer zunehmenden Herzfrequenz. Dieser Kompensationsmechanismus kann jedoch nicht ewig aufrechterhalten werden und gelingt nur über eine kurze Zeitspanne bei einer entsprechend milden Anämie. Die Blutarmut lässt sich auf verschiedene Mangelzustände zurückführen. Dazu zählt ein verringerter Gehalt an Eisen, das für die Bildung des Hämoglobins notwendig ist, ebenso ein Folsäure- oder Vitamin B12- Mangel. Aber auch ein Blutverlust oder Störungen der Erythrozytenbildung sind Gründe für ein Auftreten der Krankheit. Laboruntersuchungen können anhand der Form und Größe der roten Blutkörperchen meist die Ursache herausfinden und auf entsprechenden Mangelerscheinungen erfolgreich reagieren.
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