Doping – EPO – Einsatz häufig
Den Sauerstofftransport im Blut übernehmen die so genannten Erythrozyten, die roten Blutkörperchen. Die Bildung dieser Zellen findet im roten Knochenmark unter dem Einfluss des Hormons Erythropoietin (EPO) statt, wobei eine erhöhte EPO- Produktion zur Stimulation der Erythrozyten- Synthese führt. Gebildet wird das Hormon durch die Niere. 1993 fand man eine Methode, um EPO auch künstlich herzustellen. Seit dieser Zeit findet das Hormon einen zunehmenden Einsatz in der Dopingindustrie. Denn steigt die Bildung der roten Blutkörperchen, ist der Körper in der Lage, mit einer größeren Kapazität Sauerstoff aufzunehmen und damit leistungsfähiger zu sein. Die Ausdauer kann so enorm erhöht werden, zusätzlich kommt es zum Anstieg des Blutvolumens. Natürlicherweise kommt es zu einer Zunahme der EPO- Produktion bei einem Abfall des Sauerstoffpartialdrucks in der Luft, der vor allem für Höhenlagen typisch ist. Ausdauersportler erhöhen die Aufnahme an EPO durch ein gezieltes Höhentraining oder die Applikation des Hormons- beide Maßnahmen führen zu den gleichen Effekten. Dies erklärt auch die Problematik des EPO- Nachweises als Dopingmittel, denn körpereigenes und synthetisch hergestelltes Hormon sind nur schwer zu unterscheiden. Ein zu hoher Gehalt an EPO kann Risiken aufwerfen. Eine übermäßige Einnahme birgt beispielsweise die Gefahr einer Blutverklumpung durch Thrombose. Die erhöhte Bildung an Erythrozyten gilt hier als Risikofaktor.
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http://www.sportunterricht.de/lksport/blut_epo.html