Aspirin soll Krebsrisiko vermindern
Aspirin, chemisch Acetylsalizylsäure, wurde ursprünglich aus der Weidenrinde gewonnen und hat in den letzten 100 Jahren immer mehr an Popularität gewonnen. Schätzungsweise 30 Millionen Menschen nehmen weltweit täglich Aspirin ein. Verwendet wird das Medikament vor allem als Schmerzmittel, gegen Fieber und Entzündungen aller Art. Zudem forscht man schon längere Zeit an dessen vermindernder Wirkung auf das Herzinfarkt- und Krebsrisiko. Australische Forscher fanden heraus, dass Aspirin die Gefahr einer Hautkrebserkrankung um bis zu 90% senken kann, wenn das Schmerzmittel über 5Jahre lang mehrmals täglich eingenommen wird. Die Wirkung des Medikaments lässt sich laut dieser Forschergruppe auf den hemmenden Einfluss auf so genannte COX- Enzyme zurückführen. Die Ausbreitung eines bösartigen Tumors sei stets verbunden mit einer sich zunehmend ausbauenden Blutversorgung. Die Neubildung von Gefäßen soll dabei von einem Gen überwacht werden, das auch auf derartige COX- Enzyme wirkt und deren Funktion grundlegend beeinflusst. Bei einer Hemmung der beteiligten Enzyme durch das Medikament sei demzufolge die Neusynthese von Blutgefäßen unterbunden und der Tumor am Weiterwachsen gehindert. Auch die Wirkung auf andere Krebsarten sei nicht ausgeschlossen und wird derzeit noch ausreichend untersucht.
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http://www.medikamente-news.info/texte/profis/pt/2005/speiseroehrenkrebs.html