Cumarin – Gehalt in Lebensmitteln gesundheitsgefährdend?
Cumarin gilt als ein natürlicher Aromastoff vieler Pflanzengewächse. In so genanntem Cassia- Zimt ist die Substanz in einer relativ hohen Konzentration enthalten, aber auch in beispielsweise Waldmeister findet man Cumarin vor. Verwendung findet die Substanz unter anderem in Kosmetikprodukten oder als wirksames Therapiemittel gegen Ödeme. In diesen Einsatzgebieten ist der Effekt der Substanz gut erforscht, bei entsprechender Dosierung oder Verabreichung cumarinhaltiger Medikamente über einen längeren Zeitraum kommt es jedoch zu denselben Nebenwirkungen wie bei einer zu hohen Aufnahme über die Nahrung. Im Bereich Ernährung sind jedoch klare Festlegungen getroffen worden. Bereits geringe Mengen rufen bei sehr empfindlichen Menschen Schädigungen des Lebergewebes hervor, die sich jedoch wieder rückgängig machen lassen. Doch diese Problematik erklärt die Tatsache, dass Cumarin in isolierter Form als Lebensmittelzusatz streng verboten ist. Nur die Verwendung zur Aromatisierung von Nahrungsprodukten ist erlaubt, hier wurde eine Unbedenklichkeitsgrenze von 2 mg pro Kilogramm Lebensmittel festgelegt. Gerade zimthaltige Produkte sollen jedoch nur in Maßen verzehrt werden, denn hier sei der Gehalt an Cumarin besonders hoch. Da zwei unterschiedlichen Zimtsorten auf dem Markt existieren, sollte die Cumarin- ärmere Variante (Ceylon- Zimt) bevorzugt werden, da diese aus Sicht von Ernährungsexperten und dem Institut für Risikobewertung unbedenklich für die Gesundheit des Organismus sei.
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