Erröten – welche Ursache hat eine derartige Reaktion?
Extreme Gemütsveränderungen wie Wut oder Freude zeichnen sich nicht nur in unserem Verhalten ab, sondern werden auch durch verschiedene Zeichen des Körpers signalisiert. Dazu gehört ein starkes Erröten im Gesicht. Dieses ist jedoch auch typisch für Verlegenheits- oder Schamgefühle, wobei die Situation durch eine derartige Reaktion meist äußerst peinlich werden kann. Doch wie kommt es überhaupt dazu und kann man etwas Hilfreiches dagegen tun? Erröten ist eine natürliche Reaktion des Organismus, die vom vegetativen Nervensystem ausgeht. Dieses zeichnet sich durch die weitgehende Unabhängigkeit aus, es kann also durch den Willen nicht beeinflusst und bewusst gesteuert werden. Man unterscheidet Sympathikus vom Parasympathikus, wobei diese Systeme in gegensätzlicher Weise arbeiten. Während der Parsympathikus verschiedene regenerierende Funktionen im Körper übernimmt und beruhigende Mechanismen fördert, wird dem Sympathikus ein antriebssteigernder Effekt nachgesagt. Aktiv wird letzterer vor allem in Stresssituationen, er führt diverse Fluchtreaktionen aus oder bereitet einen eventuell nötigen Angriff vor. Dabei steigert er Blutdruck und Puls und fördert zudem die Ausschüttung des Stresshormons Adrenalin. Die durch den Sympathikus ausgelöste vermehrte Durchblutung betrifft nicht nur die Muskeln, sondern auch den Gehirnbereich, wodurch auch der Kopf rot wird. Verhindern lässt sich diese natürliche Reaktion eigentlich nicht. Ein selbstbewusster Umgang sollte angestrebt werden. Eventuell können Entspannungsübungen helfen.
Webseite:
http://www.gesundheit.de/wissen/irrtuemer-medizin/erroeten/index.html
