Samstag, 11. Februar 2012

Otosklerose führt zu Schwerhörigkeit

Juni 21, 2008 von Medizin  
Kategorie: Aktuelles

Otosklerose bezeichnet die zunehmende Verknöcherung der Gehörknöchelchen, die im Verlauf zu Schwerhörigkeit oder sogar Taubheit führen kann. Hier liegen krankhafte Knochenwucherungen vor, meist ist der Steigbügel betroffen. Dieses Gehörknöchelchen stellt die direkte Verbindung zum Innenohrraum dar, erfolgt eine zunehmende Verfestigung, so wird die Übertragung aufgenommener Schallwellen im Verlauf der Erkrankung zunehmend eingeschränkt. Daher sind erhebliche Einbußen bezüglich der Hörfähigkeit zu verzeichnen. Fehlerhafte Stoffwechselvorgänge, deren Ursachen jedoch noch relativ ungeklärt sind, stellen die Auslöser der zunehmenden Steigbügelverknöcherung dar. Vermutet wird, dass eine Infektion mit Masern- Viren zu derartigen krankhaften Veränderungen führen könnte, teilweise wird auch von genetischen Faktoren ausgegangen. Symptomatisch beginnt Otosklerose mit Ohrensausen, das sich zu zunehmender Schwerhörigkeit entwickelt. Im Endstadium tritt Taubheit auf. Tinnitus wird oftmals begleitet von Schwindelbeschwerden. Vor allem Frauen zwischen 20 und 40 Jahren sind von der Erkrankung betroffen, typisch ist ein Auftreten der Otosklerose innerhalb einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren. Die Untersuchung auf Otosklerose beinhaltet neben der Inspektion des Gehörgangs und Trommelfells (Otoskopie) eine Tonschwellen- und Impedanzaudiometrie als effektive Maßnahmen. Eine sichere Diagnosestellung ist durch derartige Untersuchungsmethoden jedoch nicht möglich, diese bedingt den Nachweis otosklerotischer Veränderungen im Rahmen eines operativen Eingriffs im Bereich des Mittelohrs. Schwerhörigkeit kann nämlich durch eine Vielzahl von Ursachen ausgelöst werden.

Webseite:

http://www.medizinfo.de/ohren/mitte/otosklerose.shtml

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