Epilepsie – was sind die Ursachen?
Epilepsie bezeichnet eine Funktionsstörung des Gehirns, die sich in typischen Anfällen äußert. Diese zeichnen sich durch Krampfzustände aus, auch ungeordnete Bewegungen, so genannte Absencen, oder Missempfindungen sind typisch. Fehlerhaft ist im Falle einer Epilepsie die Bildung und Weiterleitung von Nervenzellimpulsen. Die Krankheit wird je nach Ursachenanalyse als idiopathische oder symptomatische Epilepsie bezeichnet, wobei im ersten Fall kein bestimmter Auslöser feststellbar ist, bei der symptomatischen Form sich hingegen eine eindeutige Ursache diagnostizieren lässt. Ein chronischer Krankheitsverlauf, der meist im Kindesalter beginnt, ist typisch. Die auftretenden Anfälle lassen sich durch die überschießenden Reaktionen von Nervenzellgruppen erklären. Elektrische Entladungen als Voraussetzung für einen Nervenimpuls treten im Übermaß auf, was eine Übererregbarkeit der Hirnzellen vermuten lässt. Eine oftmals gesteigerte Häufigkeit innerhalb verwandtschaftlicher Beziehungen deutet auf den Einfluss genetischer Faktoren hin. Im Falle einer symptomatischen Epilepsie kommen verschiedene Krankheiten als Ursachen in Frage. Hirnschäden können durch Infarkte, Entzündungen, Traumata oder Tumoren ausgelöst werden. Die Liste möglicher Ursachen ist hier relativ lang, bekannt sind nämlich auch Faktoren wie Alkoholentzug oder Gefäßfehlbildungen. Die sichere Diagnose einer bestehenden Epilepsie lässt sich durch die Untersuchungen bestehender Hirnströme in einem Elektroenzephalogramm (EEG) stellen, das üblicherweise ein Neurologe durchführt. Um eine Ursachenanalyse durchzuführen, sind Untersuchungsmethoden wie ein CT oder MRT üblich.
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