Freitag, 10. Februar 2012

Schlafen – wichtig für den Lernprozess?

Juni 19, 2008 von Medizin  
Kategorie: Aktuelles

Lernen im Schlaf – das klingt zwar sehr bequem und möglicherweise auch absurd, stellt aber eine weit verbreitete These vieler Wissenschaftler dar. Lange Zeit ging man nämlich davon aus, dass der Schlaf wichtig zur Verarbeitung von den am Tag aufgenommenen Informationen sei und eine wichtige Funktion bezüglich der Ordnung und Rekonstruktion verschiedenster Inhalte habe. Aktuelle Studien an der Universität Wisconsin- Madison zufolge ist diese Annahme jedoch nicht haltbar. Anhand von vielfältigen Untersuchungen fanden die beteiligten Wissenschaftler heraus, dass das Gehirn seine Leistungsfähigkeit in der Schlafphase auf ein Minimum reduziert und vor allem die Synapsenaktivität enorm vermindert wird. Durchgeführte Experimente beinhalteten die Analyse der Funktionstätigkeit von Synapsen im Bereich der Hippocampusregion, der eine entscheidende Bedeutung bei der Gedächtnisbildung zukommt. Der regelmäßige Lernprozess des Organismus ist verbunden mit einer stetigen Erneuerung von Nervenzellverbindungen. So genannte Synpasen gelten als Verknüpfungsstellen zwischen den verschiedenen Zellen, sodass diese während des Lernens gestärkt werden. Das Gehirn nutzt etwa achtzig Prozent seiner gesamten zur Verfügung stehenden Energie zum Lernen. Tagsüber wird die Synapsenaktivität dabei enorm gesteigert, nachts konnte man hingegen keine erhöhte Leistungsfähigkeit beobachten, was dafür spricht, dass zu dieser Tageszeit keine Veränderung un damit auch kein Lernprozess stattfindet. Hier wird aber eine Vorbereitung auf neue Informationen vermutet.

Webseite:

http://www.onmeda.de/aktuelles/news/index.html?id=2630

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