Freitag, 10. Februar 2012

Aufmerksamkeitsstörung – Lebensmittelzusätze als Auslöser vermutet

Juni 18, 2008 von Medizin  
Kategorie: Aktuelles

Die Lebensmittelindustrie bedient sich zunehmend am Gebrauch von Konservierungsstoffen und künstlichen Färbemitteln. Diese können das optische Aussehen von Nahrungsmitteln entscheidend aufwerten und zusätzlich die Haltbarkeit erhöhen. Einer britischen Studie zufolge sollen derartige Zusätze jedoch hyperaktive Verhaltensweisen bei Kindern auslösen, auch die Ausbildung einer Aufmerksamkeitsstörung durch die Aufnahme entsprechender Mengen an Lebensmittelzusatzstoffen wird von den Wissenschaftlern vermutet. Drei bis neun Prozent der Kinder sind von der so genannten ADHS- Erkrankung betroffen, wobei Jungen den größeren Prozentsatz ausmachen. Als Ursache vermutet man hauptsächlich genetische Faktoren, doch die Erkenntnisse weisen zusätzlich auf einen Zusammenhang zwischen Aufmerksamkeitsstörung und Ernährungsweise hin. Die durchgeführte Studie untersuchte insgesamt 297 Kleinkinder im Alter von drei und acht bis neun Jahren, wobei diese über einen Zeitraum von sechs Wochen spezielle Fruchtsaftmischungen erhielten, die sich im Gehalt an künstlichen Lebensmittelzusätzen unterschieden. Das Verhalten der Kinder, die über diese Getränke besonders viele künstliche Beimischungen aufnahmen, konnte als deutlich hyperaktiver und unaufmerksamer bewertet werden. Die Wissenschaftler beobachteten impulsivere Reaktionen verglichen mit den Kindern, bei denen der Anteil an Zusätzen geringer gehalten wurde. Gerade bei Kindern, die unter einem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom leiden, sollte die Aufnahme von bestimmten Süßigkeiten, die einen Großteil der getesteten Lebensmittelzusätze enthalten, zeitweilig eingeschränkt werden, denn bei ihnen bestehe die Möglichkeit von Verhaltensverbesserungen.

Webseite:

http://www.onmeda.de/aktuelles/news/index.html?id=2424

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