Diabetes – Früherkennung von Augenschäden durch neue Methode
Im Rahmen von Forschungsuntersuchungen in Jena entwickelten Wissenschaftler eine neue Methode, die eine Früherkennung von Diabetes mellitus- Folgeschäden ermöglichen könnte. Das Verfahren soll Aussagen möglich machen, die das Risiko krankhafter Gefäßveränderungen am Auge, zu denen es als Folge der Zuckerkrankheit kommt, einschätzen. Tests bezüglich der Wirksamkeit der neu entwickelten Methode führten Mediziner des Jenaer Universitätsklinikum an 300 Probanden durch, wobei sowohl gesunde als auch an Diabetes mellitus erkrankte Personen teilnahmen. Die als diabetische Retinopathie bezeichnete Gefäßschädigung des Auges ist als Folgeerkrankung des Diabetes bekannt. Durch den stetig hohen Blutzuckerspiegel, der charakteristisch für die Zuckerkrankheit ist, ist eine Blutgefäß- oder Nervenschädigung auch im Bereich des Sehorgans möglich. Der Folgeschaden äußert sich in einem eher schleichenden Prozess, Beschwerden treten erst relativ spät auf. Doch eine Früherkennung kann schwerwiegende Schädigungen des Auges verhindern, sodass Wert auf eine zeitige Erkennung bestehender Warnsignale gelegt werden sollte. Effektive Therapiemaßnahmen bestehen nämlich durch eine gezielte Einstellung der Blutzucker- und Blutdruckwerte mittels Arzneimitteln. In dem entwickelten Test werden die Patienten 10 Sekunden lang mit einem Flickerlicht bestrahlt, wobei die Blutgefäßreaktionen auf die entsprechenden Reize gemessen und überprüft werden. Die Forscher gehen anhand der positiven Ergebnisse davon aus, dass durch die Methode eine Gefäßschädigung bis zu 10 Jahre früher erkannt werden kann.
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http://www.onmeda.de/aktuelles/news/index.html?id=2558
