Übergewicht – Ursachen vielfältig
Ein gestörtes Ernährungsverhalten stellt ein immer größer werdendes Gesellschaftsproblem dar. Übergewicht, auch Adipositas genannt, bezeichnet nur eine der weitreichenden Schwierigkeiten, die immer jüngere Menschen betrifft. Die Abweichung von einem normalen Körpergewicht kommt durch die übermäßige Zufuhr von Energie zustande, die jedoch nicht ausreichend verbraucht wird. Ingesamt entsteht also eine positive Energiebilanz, weil der Organismus mehr Kalorien aufnimmt als er eigentlich benötigt. Die Zufuhr von Kohlenhydraten und Fetten im Überschuss bewirkt daher eine Unfähigkeit des Abbaus aller Nährstoffe, sodass sich übermäßige Mengen in die Fettzellen einlagern. Adipositas ist damit gekennzeichnet von einer wachsenden Größe und Anzahl an Fettzellen. Hinzu kommt die damit verbundene Reduzierung der Empfindlichkeit und Anzahl wichtiger Insulinrezeptoren, die jedoch für die Konstanthaltung des Blutzuckerspiegels eine entscheidende Rolle spielen. Durch den zunehmenden Verlust der Insulin- Wirksamkeit wird die Nahrungsverwertung aufgenommener Glukose unzureichend, was im Endeffekt das Hungergefühl weiter steigen lässt. Die zunehmende Fettanlagerung führt zur Verbesserung der Wärmeisolation. Da fettsüchtige Menschen sich häufig auch zu wenig Bewegung, wird aufgenommene Energie nur noch in ganz geringen Mengen abgegeben. Der Fettanteil des Körpers wird durch den Einfluss verschiedener Hormone, durch körperliche Aktivität und die tägliche Kalorienaufnahme bestimmt. Nur vollständige Lebensstilumstellungen können das Problem Übergewicht tatsächlich beheben, doch dafür benötigt man viel Ausdauer und Willenskraft.
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http://www.onmeda.de/krankheiten/uebergewicht.html?p=4