Demenz im Alter – Spaziergänge können vorbeugen
Um der Entwicklung einer Demenzerkrankung im Alter vorzubeugen, kann es hilfreich sein, regelmäßig leicht körperlich aktiv zu sein. Italienische Wissenschaftler der Universität in Bologna fanden dies in einer Studie an 749 Probanden mit einem Lebensalter von mindestens 65 Jahren heraus. Sie dokumentierten deren tägliches Bewegungsausmaß, wobei vor allem alltägliche Maßnahmen wie Putzen oder Treppensteigen in das Protokoll aufgenommen wurden und hier eine wichtige Rolle spielten. Bei einem Drittel der Untersuchungspersonen konnten regelmäßige Spaziergänge beobachtet werden. Diese Teilnehmer zeigten ein um 27% verringertes Risiko, von einer Demenzerkrankung betroffen zu werden. Daher empfehlen die Wissenschaftler, sich regelmäßig zu bewegen. Aufgrund der Ergebnisse können bereits leichte Betätigungen wie Spaziergänge enorme Erfolge erzielen. Bei Sportarten, die wesentlich anstrengender für den Organismus sind, kann jedoch laut Angaben der Wissenschaftler keine weitere Risikoverminderung erfolgen. Leichte Aktivitäten können in einen Zusammenhang mit der Vorbeugung von Demenzkrankheiten gebracht werden, da sie angeblich die Durchblutung des Gehirns begünstigen. Um konkrete Aussagen über die Auswirkungen von körperlicher Betätigung auf die Risikoverminderung verschiedener Demenzerkrankungen im Alter machen zu können, bedarf es weiterer Studien, die in der folgenden Zeit durchgeführt werden sollen. Demenzerkrankungen bezeichnen altersbedingte Verminderungen der Aktivität und Leistungsfähigkeit von Gehirn und Gedächtnis und sind nicht selten mit starken Persönlichkeitsveränderungen verbunden.
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