Montag, 6. Februar 2012

Schleifendiuretika – Wirkung und Anwendungsgebiete

April 18, 2008 von Medizin  
Kategorie: Aktuelles

Schleifendiuretika sind Medikamente, die bei der Behandlung von Bluthochdruck, Ödembildung und akuten Vergiftungen Einsatz finden. Sie bewirken eine starke Entwässerung des Körpers durch ihren Einfluss auf die Resorption in der Niere. An der so genannten Henleschen- Schleife, einem Bestandteil des Tubulssytems der Nierenkanälchen, blockieren sie einen Transporter, der für die Rückresorption der wichtigen Elektrolyte Natrium, Kalium und Chlorid verantwortlich ist. Deren Wiederaufnahme in das Blutgefäßsystem wird somit verhindert. Da die Wasserresorption dem Transport von Natrium folgt, wird auch dieser eingeschränkt. Die Folge ist eine vermehrte Ausscheidung von Wasser. Nötig ist diese bei Einschränkung verschiedener Organfunktionen, die besonders Herz, Leber und Niere betreffen. Liegt beispielsweise eine Herzinsuffizienz vor, ist die Pumpleistung des Herzens eingeschränkt und die Organversorgung mit Blut reduziert. Auch die Niere ist davon betroffen und löst deshalb eine Gegenreaktion aus, die zur Blutdrucksteigerung führt. Das geschwächte Herz wird damit zusätzlich belastet, da sich die Pumpleistung ja nicht verändert hat, durch die Anstauung können Wassereinlagerungen, so genannte Ödeme, entstehen. Eine vermehrte Ausscheidung durch medikamentöse Behandlung mit Schleifendiuretika ist dann die notwendige Konsequenz.

Webseite:

http://medikamente.onmeda.de/Wirkstoffgruppe/Schleifendiuretika.html

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