Freitag, 30. Juli 2010

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Stottern – Hilfe durch neu entwickelte Pille?

Juni 2, 2008 von Medizin  
Kategorie: Aktuelles

Stottern bezeichnet eine Sprachstörung, unter der die Betroffenen meist enorm leiden. Eine wirksame Therapie ist nur durch viel Üben und Fleiß im Rahmen einer Spracherziehung möglich. Daher forschen Wissenschaftler bereits seit Jahren an der Entwicklung von Medikamenten, die eine durchaus leichtere Alternative zur Sprachtherapie darstellen würden. Die Forscher sehen dabei nicht nur emotionale Anspannung und Nervosität als Auslöser des Stotterns, sondern betrachten es als neurologisches Problem mit möglichen genetischen Ursachen. Das von Eli Lilly entwickelte Medikament Zyprexa wurde vor kurzem in einer siebenjährigen Studie an Patienten mit einem Stotter- Problem getestet. Der Leiter, Dr. Maguire, selbst Stotterer, sprach von enormen persönlichen Verbesserungen, denn auch er nahm über den genannten Zeitraum das Medikament regelmäßig ein. Fortschritte konnten bereits acht Wochen nach Testbeginn bei über der Hälfte der Untersuchten festgestellt werden. Bedenklich sind jedoch die mit der Einnahme der Pille verbundenen Nebenwirkungen. Dazu zählen Übergewicht und Diabetes, vermuten die Wissenschaftler. Dr. Maguire, der an der Studie teilnahm und sie zugleich leitete, hat bereits Erfahrungen mit anderen Arzneimitteln, die das Stottern verbessern sollen. Besonders hilfreich beschreibt er die Wirkung des Medikaments Pagoclone, früher auch als Interneuron bezeichnet. Hier sollen enorme Verbesserungen im Sprachbereich aufgetreten sein, die auch das Selbstbewusstsein der Betroffenen wieder stärkte.

Webseite:

http://www.gesundheit.com/gc_detail_17_gc19100605.html

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