Gicht – mögliche Auslöser noch nicht vollständig geklärt
Gicht bezeichnet eine entzündliche Veränderung des Körpers, die sich vor allem an den Gelenken äußert. Die Ursache der Erkrankung ist eine erhöhte Konzentration von Harnsäure im Blut, die zur Bildung von Kristallen führen kann. Derartige Ausfällungen lagern sich besonders im Gelenkspalt ab und führen dort zu Entzündungen, die mit starken Schmerzen verbunden sind. Der Harnsäuregehalt im Serum scheint nach Angaben der Wissenschaftler jedoch nicht der einzige Auslöser der Gicht zu sein. Diskutiert werden zudem eine genetische Veranlagung und andere diverse Faktoren. Diese Anhaltspunkte ergeben sich aufgrund der medizinischen Situation einiger Patienten mit Gichtanfällen, bei denen die Blut- Harnsäure deutlich Werte unterhalb des Normalbereichs annahmen. Auch Fälle mit Erhöhungen der Harnsäurekonzentration, die jedoch keinerlei Beschwerden bei Betroffenen verursachten, sind bekannt. Eine mögliche Ursache der Gicht könnte auch die Körpertemperatur sein, vermuten Mediziner. Denn niedrige Temperaturen lösen bereits bei geringen Harnsäurewerten eine Kristallbildung aus. Mit dieser Theorie erklären die Experten das vornehmliche Auftreten von gichtbedingten Gelenksentzündungen am großen Zeh. Dieser sei nämlich in der Nacht von einer Abkühlung betroffen, wenn er aus dem Bett heraushänge, so ein Spezialist auf dem Gebiet. Bei Frauen tritt die Krankheit meist ausschließlich in den Wechseljahren auf, davor jedoch äußerst selten. Ursache ist der Harnsäure- senkende Effekt durch Östrogen.
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