Sättigungsgefühl ist Volumen- abhängig – Kalorien nicht immer entscheidend
Gerade für Diabetiker und Übergewichtige gestaltet sich eine sättigende und dennoch gesunde Ernährung als äußerst schwierig. Denn ein Zuviel eines Nährstoffes kann bereits bestehende körperliche Schwierigkeiten noch verschlechtern. Ein Überangebot an Kohlenhydraten belastet den Blutzucker, Eiweiße wirken sich in hoher Zahl negativ auf die Funktionstätigkeit der Nieren aus und ein zu viel an Fett begünstigt Übergewicht. Experten auf dem Gebiet der Ernährungs- und Diabetesforschung empfehlen daher, vor allem ballastreiche Nahrung mit einem hohen Gehalt an Wassern und einem geringen Fettanteil zu wählen. Derartige Produkte seien kalorienarm, aber trotzdem äußerst sättigend. Untersuchungen haben gezeigt, dass nicht unbedingt der Gehalt an Energie von Lebensmitteln eine Sättigung hervorruft, oftmals ist auch das Volumen der Mahlzeit entscheidend. Dies belegten Tests, bei denen den Probanden Speisen mit gleicher Kalorienzahl, aber zum einen in Suppen- und zum anderen in normaler Form dargeboten wurden. Die Suppe wirkte aufgrund des höheren Volumens nach Angaben der Testpersonen deutlich sättigender. Ratsam ist daher der Verzehr von Vollkorn, Obst, Gemüse, gekochten oder gedünsteten Speisen. Hervorzuheben ist nämlich auch deren geringer Gehalt an Advanced Glycation Endproducts(AGE). Dies sind Proteine, die Zucker gebunden haben, in zu großer Zahl beeinträchtigen sie das Abwehrsystem, unterbinden den Prozess der Wundheilung und können Auslöser einer Resistenz gegenüber Insulin sein.
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