Migräne – Behandlung durch Blutdruckmedikament verspricht Erfolge
Seit Jahren suchen Forscher geeignete Mittel, um die weit verbreitete Erkrankung Migräne effektiv zu behandeln. Norwegische Wissenschaftler fanden nun heraus, dass ein als blutdrucksenkendes Mittel bekanntes Medikament vorbeugend auf die Entstehung von Migräne wirken könnte. Dem Arzneimittel Candesartan wird dieser Effekt nachgesagt. Forscher untersuchten die prophylaktische Wirkung des Mittels auf Migräne, indem sie es einer Gruppe von Erkrankten verabreichten. Von den Patienten wurde ein ausführlicher Bericht zur Häufigkeit und Intensität der danach auftretenden Migräneanfälle angefertigt. In der Auswertung zeigte sich, dass das verabreichte Medikament Candesartan die Zahl der Migräneattacken deutlich verminderte. Abweichungen von bis zu einem Viertel konnten im Vergleich zu Probanden ohne medikamentöse Verabreichung festgestellt werden. Zudem minimierte das Arzneimittel auch die Dauer der Anfälle. Das Auftreten heftiger Kopfschmerzen wurde nach Auswertung der Probandenberichte in einem Drittel der Fälle auf die Hälfte reduziert. Der bekannte Einsatz von Candesartan beruht auf seiner Funktion als Antagonist des so genannten Angiotensin- II- Rezeptors. Dieser spielt im Rahmen der körperlichen Blutdruckregulation eine Rolle und wird bei zunehmender Senkung des Extrazellulärvolumens und der Pumpleistung des Herzens aktiviert. Dieser ist bei fehlerhafter Funktionstätigkeit jedoch auch an der Entwicklung von Bluthochdruck (Hypertonie) beteiligt. Daher eignet sich Candesartan als Blutdrucksenker. Das Medikament gilt als gut verträglich mit langer Wirksamkeit.
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http://www.alltagsbeschwerden.de/gehirn-nerven/candesartan-migraene.htm