Freitag, 10. Februar 2012

Chirurgie – Entwicklung von Wundergarn

Mai 27, 2008 von Medizin  
Kategorie: Aktuelles

Die endoskopische Chirurgie könnte schon bald vom Einsatz so genannter Wundgarne Gebrauch machen. Diese zeichnen sich durch ihre besondere Eigenschaft, sich selbst verknoten zu können, aus. Die Entwicklung dieses Wundgarns könnte erhebliche Vorteile für eine Vielzahl von Operationen bieten, da es beispielsweise den Verzicht auf Bauchschnitte bei Eingriffen im Magen mit sich ziehen würde. Die Ursache für die Wunderwirkung des Garns ist in dessen Herstellung aus einem speziellen Kunststoff zu suchen. Die Vorbehandlung des Produktes beinhaltet das Auseinanderziehen des Garns bis auf etwa das Dreifache seiner Ursprungslänge. Bei Temperaturerhöhung zieht sich der Stoff dann wieder auf die Ausgangslänge zusammen. Da im menschlichen Körper derartige Temperaturanstiege zu verzeichnen sind, erfolgt dieser gewünschte Effekt. Das Zusammenziehen ist jedoch noch mit etwas anderem verbunden, dem wichtigsten Schritt beim vorgesehenen Einsatz des Garns: ein fester Knoten entsteht, ohne dass ein Chirurg Hand anlegen muss. Angelegt wird er zwar bereits außerhalb des Einsatzortes durch den behandelnden Arzt, das Festziehen erfolgt jedoch im Körper unter genau möglicher Programmierung der Festigkeit des Knotens. Vorgesehen ist die Anwendung des Wundergarns vor allem für die so genannte Schlüsselloch- Chirurgie. Hier werden nur wenig Hautschnitte vorgenommen und ausschließlich endoskopisch gearbeitet. Das Wundergarn könnte eine wesentliche Vereinfachung der Handhabung ermöglichen.

Webseite:

http://www.gesundheitpro.de/Chirurgie-Intelligenter-Kunststoff-Therapien-A050805…

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