Antibiotika-Resistenz – Definition und Auswirkungen
Die Entwicklungen der Medizin haben es möglich gemacht, eine immer größere Zahl an Menschen zu heilen und ihre Lebenszeit zu verlängern. Gerade bakterielle Infektionen, die in früheren Zeiten meist tödlich endeten, können durch die Entdeckung lebensrettender Wirkstoffe erfolgreich behoben werden. Die medikamentöse Therapie mittels Antibiotika basiert auf der Abtötung oder Wachstumseinschränkung der Krankheits- auslösenden Bakterien. Doch deren übermäßige Anwendung und der nicht selten übliche Missbrauch haben zu neuen Problemen geführt: Antibiotikaresistenzen stellen weit reichende Schwierigkeiten der Medizin dar, die die Entwicklung immer neuer Wirkstoffe erfordert. Durch zufällige genetische Veränderungen gelingt es von Zeit zu Zeit einigen Bakterien, auch bei Einsatz der Medikamente ihre Wirkung fortzuführen, sie sprechen nicht mehr auf die verordneten Antibiotika an und sind demnach resistent. Diese Eigenschaft ist in Bakterienstämmen schnell übertragbar und verursacht, dass gewöhnlich Infektionen nicht mehr effektiv behandelbar werden und ein entscheidendes Problem für die Gesundheit der Betroffenen darstellen können. Krankheiten treten immer häufiger auf und zeigen eine größere Sterblichkeit. Gerade geschwächte Personen mit einer verminderten Funktionstätigkeit des Abwehrsystems können hier ernsthaften Risiken ausgesetzt werden. Laut einer US- Studie sind derzeit fast sämtliche bakteriellen Infektionen von einer Antibiotikaresistenz der Krankheitsauslöser betroffen. Um diesem Problem entgegenzuwirken, arbeitet weltweit eine Vielzahl von Forschern an der Entwicklung immer neuer Antibiotika.
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