Blutdruckmessung – wie funktioniert sie?
Eine Blutdruckmessung gehört zur Grunduntersuchung bei jedem Arzttermin dazu. Sie gibt Aufschluss über die Funktionstätigkeit von Herz und Kreislauf. Der Blutdruck beschreibt den Druckzustand der Arterien, wobei durch die Herztätigkeit Schwankungen zwischen einem systolischen Maximum und einem diastolischen Minimum typisch sind. Die gängige Methode zur Blutdruckbestimmung ist eine indirekte Messung nach Riva- Rocci. Eine meist am Oberarm angelegte Manschette wird aufgepumpt, bis die Gefäßversorgung zwischenzeitlich vollkommen unterbunden wird. Über ein in der Ellenbeuge angelegtes Stethoskop werden nun Strömungsgeräusche in den Arterien beobachtet. Durch langsames Ablassen der Luft wird der Manschettendruck allmählich verringert, dabei gibt der Druck des ersten hörbaren Geräusches den systolischen Wert an. Bei entsprechendem Erlöschen des Strömungsgeräusches wird der diastolische Blutdruck ermittelt. Die Normwerte liegen bei 120/80 mmHg. Abweichungen, auf die nach mehrfacher Messung zu schließen sind, müssen bei Bedarf durch Medikamentengabe behandelt werden, sonst kann es zu bleibenden Schäden kommen. Zu beachten ist, dass der Blutdruck tageszeitlichen Schwankungen unterliegt, da er vom Belastungszustand des Körpers abhängt. Bei der Eigenkontrolle zu Hause sollten daher keine voreiligen Schlüsse gezogen werden, mehrfache Überprüfung und ärztliche Kontrolle können Aufschluss geben.
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