Freitag, 10. Februar 2012

Alkohol – warum führt Missbrauch zur Leberschädigung?

Mai 19, 2008 von Medizin  
Kategorie: Aktuelles

Alkohol gilt als Droge und kann in ausreichend hoher Menge nicht nur süchtig machen, sondern auch extrem schädlich für die Gesundheit des Organismus sein. Betroffen ist bei vermehrtem Alkoholkonsum vor allem die Funktionstätigkeit der Leber, im Verlauf kann sich eine Fettleber entwickeln, die im schlimmsten Fall und ohne deren Behandlung zur Leberzirrhose führen kann. Eine Fettleber zeigt bereits erste Zeichen einer Organschädigung, wobei hier jedoch eine erfolgreiche Heilung durch Abstinenz möglich ist. Charakteristisch für eine derartige Veränderung ist eine Fetttropfeneinlagerung in die gewebsspezifischen Zellen, die folglich immer mehr zerstört werden. Der Körper ist normalerweise bei Belastung durch Alkoholkonsum in der Lage, den Alkohol mittels eines spezifischen Enzyms abzubauen. Durch die begrenzte Kapazität des Biokatalysators führt Alkoholmissbrauch jedoch zur Inanspruchnahme anderer abbauender Prozesse des Körpers, um den aufgenommenen Stoff erfolgreich zu verarbeiten. Die hier nötige Steigerung des Sauerstoffumsatzes führt zur eingeschränkten Funktionstätigkeit der Leber, da hier Sauerstoff fehlt. Da eine ihrer wichtigsten Aufgaben der Abtransport von Fettsäuren in andere Gebiete ist, kommt es bei erhöhtem Alkoholkonsum zur Ansammlung von Fetttröpfchen, die schließlich vorhandene Zellen verdrängen und deren Funktion behindern. Lebergewebe stirbt teilweise ab und führt zunächst zur Entzündung und letztendlich zur Leberzirrhose, die vom Funktionsverlust des wichtigen Organs begleitet ist.

Webseite:

http://www.gesundheitpro.de/Leberschaeden-durch-Alkohol-A050829ANONI013341.html

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