Altern – geistiger Abbau durch Fremdsprachen verzögerbar
Im Alter treten enorme körperliche Veränderungen auf. Nicht nur körperlich sind diese zu beobachten. Die Leistungsfähigkeit des Organismus wird reduziert, auch geistig findet ein Abbau statt. Derartige Alterungsprozesse sind langfristig gesehen natürlich nicht aufzuhalten, eine Verzögerung ist jedoch möglich. Dem altersbedingten Abbau im Gehirn kann nur durch ständiges Lernen entgegengewirkt werden. Israelische Forscher erkannten, dass Fremdsprachen, die im Laufe des Lebens erlernt wurden, enorme positive Wirkungen auf den Erhalt von Gehirnstrukturen haben. Eine an 814 Senioren durchgeführte Studie ergab diese Erkenntnisse, konnte man bei mehrsprachigen Personen doch eine weitaus erhöhte geistige Fitness feststellen. Auch deren Leistungen im Rahmen getesteter Wahrnehmung, des Lernvermögens und der Erinnerungsfähigkeit zeigten bessere Ergebnisse. Das Erlernen von Sprachen bewirkt eine Neuverknüpfung von Gehirnzellen, die eine Steigerung der geistigen Leistungsfähigkeit verursachen. Die Mehrsprachigkeit habe dabei einen wesentlichen Einfluss auf die Funktionstätigkeit des Gehirns und sei mit einer soliden Grundausbildung nicht vergleichbar, auch wenn diese ebenfalls geistige Fähigkeiten stärkt. Doch das Erlernen verschiedener Sprachen zeigt die größte Effektivität zur Erhöhung der Fitness des Gehirns bis ins hohe Alter.
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