Freitag, 10. Februar 2012

Harninkontinenz – welche Ursachen hat die Erkrankung?

Mai 11, 2008 von Medizin  
Kategorie: Aktuelles

Harninkontinenz stellt ein schwerwiegendes Problem für Betroffene dar und betrifft vor allem Frauen. Das Alter und die Anzahl an Geburten haben dabei Einfluss auf das Erkrankungsrisiko. Zu unterscheiden sind bei dieser Unfähigkeit der Urinkontrolle verschiedene Formen. Dazu zählt die Belastungs- oder Stressinkontinenz. Durch eine Überbeweglichkeit der Harnröhre und einer Funktionseinschränkung des Schließmuskels bewirkt eine Erhöhung des Drucks im Bauchraum einen unkontrollierten Harnverlust. Heben schwerer Lasten, Husten, Niesen oder Lachen können so zur unwillkürlichen Urinabgabe führen. Bei einer Dranginkontinenz geht man von einer Übererregbarkeit der Blasenmuskulatur aus. Ist der Druck der Blase dann höher als der des Schließmuskels der Harnröhre, führt dies zum Harnabgang, der nicht kontrolliert werden kann. Vor allem bei männlichen Betroffenen tritt eine Überlaufinkontinenz auf. Im Falle einer Vergrößerung der Prostata führt dies nämlich zu einer Behinderung des Urinabflusses, wodurch die Blase ständig überfüllt ist. In Folge tritt ein permanentes Harnträufeln auf, verursacht durch die veränderten Drücke. Bestimmte Faktoren können das Auftreten einer Harninkontinenz begünstigen. Dazu zählen Infektionen der harnableitenden Wege oder Erkrankungen der Blase, zum Beispiel Zysten, Tumoren oder Blasensteine. Auch chronische körperliche Veränderungen wie Diabetes können zum Entstehen einer Urinkontinenz führen.

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