Folsäure – Tagesbedarf wird meist nicht gedeckt
Eine ausreichende Versorgung mit Folsäure ist sogar in den westlichen Industrieländern kritisch. Der tägliche Bedarf wird meist nicht gedeckt, was man auf eine oftmals zu geringe Aufnahme von Obst und Gemüse zurückführt. Hinzu kommen das Auftreten von Wechselwirkungen bei Einnahme von Arzneimitteln und die hohe Empfindlichkeit des Vitamins, sodass schon bei der Herstellung von Speisen hohe Verluste auftreten können. Folsäure ist nämlich bei starken Hitze- und Sauerstoffbedingungen nicht mehr für den Körper verwendbar, da es in seiner Struktur zerstört wird. Zudem ist es als zu den wasserlösliches Vitaminen gehörend gefährdet, in das Kochwasser überzugehen. Dabei ist die ausreichende Aufnahme wichtig, besonders für die Neubildung und Teilung von Zellen. So kommt dem Vitamin zum Beispiel entscheidende Bedeutung bei der Blutbildung zu. Außerdem ist es wichtig für die Umwandlung der Aminosäure Homocystein in Methionin. Dieser Umbauprozess muss aufrechterhalten werden, denn zu hohe Mengen an Homocystein können Arterienverkalkungen auslösen und so das Auftreten eines Schlaganfalls oder Herzinfarktes hervorrufen. Mangel an Folsäure kann aufgrund der angeführten Funktionen zusätzlich zu Blutarmut (Anämie) und Entzündungen der Schleimhaut im Bereich des Mund- und Magen- Darm- Bereiches führen. Um gerade Verluste während der Nahrungszubereitung zu verringern, empfiehlt sich nur kurzes Garen und möglichst kein Wiederaufwärmen von Speisen.
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