Akustikusneurinom – gutartiger Tumor eines Hirnnervs
Unser Gehör- und Gleichgewichtssinn wird von ein und demselben Hirnnerv versorgt. Der achte Hirnnerv ist also Hör- und Gleichgewichtsnerv in einem. Ist er von einer Geschwulst betroffen, spricht der Mediziner von einem Akustikusneurinom. Die gutartige tumoröse Veränderung wird durch so genannte Schwannsche Zellen verursacht, die den Nerv im Normalfall umhüllen und für dessen schnelle Leitfähigkeit sorgen. Zu finden ist der Tumor meist im inneren Gehörgang, wo er den hier ebenfalls verlaufenden siebten Hirnnerv in seiner Funktion beeinträchtigen kann. Somit zeigen die Symptome eines Akustikusneurinoms typische Ausfallerscheinungen des siebten und achten Hirnnervs: Gleichgewichtsstörungen und Hörprobleme weisen auf die Betroffenheit des achten hin, der wichtige siebte Hirnnerv versorgt das Gesicht und hat Einfluss auf die Produktion der Tränenflüssigkeit und den Geschmack, die bei Beschädigungen gestört sind. In den meisten Fällen findet sich eine Ausbreitung des Tumors bis zum so genannten Kleinhirnbrückenwinkel, der beidseits in der Nische zwischen den Hirnanteilen Brücke(verlängertes Rückenmark) und Kleinhirn liegt. Frauen zeigen ein etwas höheres Erkrankungsrisiko, statistisch gesehen tritt die Krankheit jedoch eher selten auf. Auf 1 Million Menschen kommen etwa 13 Erkrankungen.
Webseite:
http://www.netdoktor.de/krankheiten/fakta/acusticusneurinom.htm