Abführmittel – übermäßige Anwendung kann gefährlich sein
Einen Teufelskreis bezeichnen die Mediziner als Circulus Vitiosus. Dieser kann für den Organismus sehr gefährlich sein, das Risiko von dessen Entstehung besteht in vielen verschiedenen Fällen, vor allem bei übermäßigem Gebrauch von Medikamenten. Charakteristisch für einen Circulus Vitiosus ist das Vorliegen von mindestens zwei krankhaft veränderten Funktionsabläufen des Körpers. Diese haben eine direkte oder indirekte Verbindung zueinander, wobei die daraus resultierende gegenseitige Beeinflussung eine bestehende Erkrankung verstärken oder ein Abklingen verhindern. Somit ist die Krankheit quasi nicht erfolgreich behandelbar, weil bestimmte Faktoren ein Aufleben immer wieder fördern und einer Therapie entgegenwirken. Die regelmäßige Anwendung von Abführmitteln kann beispielsweise in einen Teufelskreis münden. Leidet der Patient an Verstopfung, so greifen viele Betroffene zu den auch als Laxantien bezeichneten Medikamenten. In Folge kann sich jedoch eine Abhängigkeit von diesen chemischen Substanzen entwickeln. Die mit dem Gebrauch von Abführmitteln verbundenen Verluste an Wasser und Elektrolyten als auftretende Nebenwirkungen führen nämlich zu erneuten Problemen der Darmtätigkeit. Der Mangel an Kalium, der durch eine vermehrte Ausscheidung erzeugt wird, bewirkt eine starke Reduzierung der Funktionstätigkeit des Verdauungstraktes. Hier kommt es also zu erneuter Verstopfung, das Problem wird nicht effektiv gelöst, sondern nur kurzzeitig behoben. Daher sollten Laxantien keinesfalls regelmäßig und nur unter ärztlicher Kontrolle eingenommen werden.
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